Meldestelle für digitale Barrieren

Menu

Inhaltsbereich

Unter der Überschrift „Teilhabe an der allgegenwärtigen Kommunikation“ findet im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (GI) in Cottbus ein Workshop statt. Die Meldestelle beteiligt sich an diesem Workshop und hat eine Veröffentlichung eingereicht, die vom Organisationskomitee akzeptiert wurde. Der Workshop wird vom Arbeitskreis „Inklusion in Social Media des Fachbereichs „Informatik und Gesellschaft“ der Gesellschaft für Informatik organisiert.

Im Rahmen eines Projektstudiums mit Studierenden aus dem Bereich Rehabilitationspädagogik wird seit einigen Monaten die Meldestelle daraufhin untersucht, welche Verbesserungsmöglichkeiten es noch gibt. In Experteninterviews wird anhand von Kategorien ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der dann die Grundlage für praktische Verbesserungen bildet. Ein ganz wesentlicher Aspekt dabei ist, wie sich die Motivation der Personen, die auf Barrieren stoßen, steigern lässt, damit Barrieren auch gemeldet werden. Oder um es anders zu formulieren „Welche Hürden im Meldevorgang erschweren bzw. verhindern Barriere-Meldungen?“.

Die Meldestelle verfolgt mit ihrer Teilnahme an der Jahrestagung der GI verschiedene Ziele. Diese Untersuchung stellt einen interessanten Beitrag dar. Eine vorläufige Empfehlung der Studierenden ist die Nutzung sozialer Netze. Hier stellt sich die Frage, ob es einer Einrichtung, die Barrieren beseitigen will, gestattet ist barrierebehaftete Kommunikationsmittel zu nutzen.

Ein weiteres Ziel der Meldestelle an der Veranstaltung teilzunehmen besteht darin das Bewusstsein für Barrieren und Barrierefreiheit zu fördern. Inklusion bedeutet die vollständige, selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Inklusion ist daher erheblich mehr als nur Barrierefreiheit oder Accessibility. Nichtsdestotrotz ist Barrierefreiheit eine essentielle Voraussetzung für Teilhabe. Fehlt diese, droht die digitale Exklusion.